Smart Living- Nachhaltig, gerecht, selbstbestimmt!?
10-01, 14:30–15:30 (Europe/Berlin), EMACS
Language: German

Fishbowl zu Smart Home und dem (Zusammen)-Leben mit digitaler Technik.
Der BUND stellt sein Impulspapier „Smart Living- Nachhaltig, gerecht, selbstbestimmt?“ vor und diskutiert mit Forscherinnen des IÖW & der TU Berlin Zukunftsfähigkeit, Risiken und Möglichkeiten des digitalen Zuhauses. Teilnehmende sind eingeladen eigene Erfahrungen und politische Forderungen in die Diskussion einzubringen.


Smart Living- Nachhaltig, gerecht, selbstbestimmt?!

Die Werbebilder vom „smarten“ Zuhause sind bestechend: Zeitnot, Einsamkeit im Alter oder einfache Alltagsaufgaben werden fast zauberhaft leichter durch die smarte Unterstützung digitaler Technik. Die Politik betont die Chancen des „smart Living“ zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Probleme.

Doch Praxis und Forschung zeigen: Die Technologien fördern einen hohen Ressourcen – und Energieverbrauch und geben mehr Informationen über ihre Nutzer*innen weiter als nötig. Auch sind Probleme wie Zeitknappheit, Versorgung von älteren Menschen und Barrieren im Alltag keine Probleme, die allein technisch gelöst werden können. Stattdessen braucht es politische Impulse für gesamtgesellschaftliche Veränderungen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt sein Impulspapier „Smart Living- Nachhaltig, gerecht, selbstbestimmt?“ vor. Darin werden diese positiven Zukunftsbilder kritisch unter die Lupe genommen und Wege für eine nachhaltige politische Gestaltung der Digitalisierung im Wohnbereich aufgezeigt.

Gemeinsam mit Forscherinnen vom Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der TU Berlin diskutieren wir die Herausforderungen und Gestaltungsvorschläge in gemütlicher Atmosphäre.
Im Fishbowl-Format sind alle Teilnehmenden eingeladen, sich einzubringen. Wir freuen uns auf viele verschiedene Perspektiven darauf, wie das (Zusammen-)Leben mit smarter Technik aussehen !

Dabei sind: Friederike Rohde (IÖW), Johanna Pohl (TU) und Irmela Colaço & Friederike Hildebrandt (BUND).
Moderation: Luise Körner (BUND)

Ich bin Referentin für Wohnen und Gebäude beim BUND und habe im Rahmen verschiedener Projekte kritisch auf die Chancen & Potenziale "smarter" Technik für Klima- und Ressourcenschutz geschaut.

Johanna is a researcher at TU Berlin, focusing on environmental effects of ICT-based services, socio-ecological transformation, and sustainable digitalisation.

Just in time for the Bits & Bäume 2022, she will publish the brand new report "DIGITAL RESET. REDIRECTING TECHNOLOGIES FOR THE DEEP SUSTAINABILITY TRANSFORMATION" together with 15 other international experts. This report is the outcome of a two-year science-policy dialogue (https://digitalization-for-sustainability.com/) and presents a comprehensive analysis of opportunities, risks, governance options and specific policies how to make digitalization work for social and environmental sustainability.

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Friederike Rohde ist Nachhaltigkeitsforscherin und Techniksoziologin am IÖW. Sie beschäftigt sich mit der nachhaltigen Gestaltung des sozio-technischen Wandels, sozialen Innovationen und algorithmischen Entscheidungssystemen. Ehrenamtlich ist sie als Sprecherin des Bündnis digitale Stadt tätg.

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