Büro ohne GAFAM? Wie Unternehmen digitale Verantwortung übernehmen können
10-02, 14:30–15:30 (Europe/Berlin), CAMPHER
Language: German

Für Unternehmen sind digitale Dienste unverzichtbar geworden. Viele von diesen gefährden die informationelle Selbstbestimmung von Kund*innen und Beschäftigten. Wie können Unternehmen ihre digitale Verantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum in der Wahl nachhaltiger Dienste wachsen? In einer Fishbowl diskutieren Unternehmen, Zivilgesellschaft und Forschung.


In der täglichen Arbeit von Unternehmen, vom Konzern bis zur kleinen KMU, sind IT-Systeme, HR-Portale, Besprechungs- und Vernetzungtools sowie Social-Media-Plattformen unverzichtbar geworden. Dabei kommen überwiegend Dienste von IT-Großkonzernen zum Einsatz – so nutzen z.B. 85 % der Unternehmen in Deutschland Microsoft, weitere 9 % Google. Unsere Grundlagenstudie „Corporate Digital Responsibility“ zeigte, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, eine datenschutzkonforme, trackingfreie und nachhaltige Internetnutzung zu ermöglichen. Oftmals geht die unternehmerische Anwendung digitaler Dienste mit Risiken für die informationelle Selbstbestimmung von Kundinnen und Beschäftigten einher. Solche Dienste können von Unternehmen missbraucht werden, z.B. um Beschäftigte zu überwachen, oder Kundinnen dem Tracking durch digitale Plattformen auszuliefern. Für Unternehmen stellt es gleichzeitig eine große Herausforderung dar, einerseits zuverlässige und leistungsstarke, andererseits datenschutzkonforme und nachhaltige IT-Lösungen für sich zu identifizieren und zu nutzen. Oft erleben sie selbst eine Abhängigkeit von GAFAM-Konzernen. Wie können Unternehmen Digitalverantwortung wahrnehmen, wie kann ihr Handlungsspielraum wachsen? Diese Frage diskutieren wir in einer Fishbowl mit nachhaltigen Anbietern digitaler Dienste (Lisa Kostrzewa, fairkom.eu; Estelle Goebel-Aribaud, hostsharing.net), mit Unternehmen, die selbst auf alternative Dienste umgestiegen sind (Andreas Flock, brandkontrolle.de), mit der netzpolitischen Zivilgesellschaft (Rena Tangens, digitalcourage.de) und aus wissenschaftlicher Perspektive (Vivian Frick, ioew.de). Moderation: Christian Lautermann (ioew.de).

fairkom ermöglicht digitale Kommunikation mit Open Source Software und legt dabei besonderen Wert auf den Schutz der Privatsphäre, bestmögliche Integration und eine hohe Servicequalität.

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Vivian Frick is a researcher at the Institute for Ecological Economy Research (IÖW). She works on topics in the field of social-ecological and digital transformation.

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Christian Lautermann is a researcher at the Institute for Ecological Economy Research (IÖW). He works on topics in the field of sustainable corporate governance, products and consumption.

Estelle studierte Politische Wissenschaft und Soziologie in Heidelberg sowie Rechtswissenschaft in Bonn. Sie ist im Bereich digitaler und Plattform Genossenschaften in der aktiv.

Anliegen:
- OS, grün, unabhängig
- Menschen befähigen ohne Abhängigkeiten
- sicher und verfügbar arbeiten
- Systeme gemeinsam entwickeln und verfügbar machen
- erklären + werben + zeigen, dass es funktioniert
- Bildung!
- Freiheit!
- 2 Verantwortungen: beim Verschenken der Daten und dann beim Missbrauch
- was funktioniert noch nicht? klar kommunizieren
- Kompakte Unternehmens-Ausrüstung verschenken und betreuen, nicht aus Gratis-Mentalität, sondern mit guten Absichten Menschen zu binden und die Linux-Schwelle zu nehmen. Dann wird gezahlt,was gezahlt werden kann